De Ashi Barai / Fußfegen /DAB

Beschreibung

De-Ashi-Barai ist ein weiterer Fußwurf. Ein Bein des Partners wird zur Seite weggefegt, wenn es in der Luft ist. Am Anfang kann man das üben, indem man den Partner bittet beim dritten oder vierten Schritt den Fuß "länger oben zu lassen". Mit der Zeit bekommt man ein Gefühl dafür. Die günstigste Bewegung ist die Kreisbewegung. Der rechte Fuß des Partners wird von Tori mit seinem linken Fuß in Richtung der nicht beteiligten Füße weggefegt. Damit Uke das Gleichgewicht verliert muss sehr hoch gefegt werden. Der Zug mit den Armen ist wichtig für den Wurf. Der Partner wird in einem Kreisbogen nach unten gedrückt in Bewegungsrichtung. Die Bewegung ähnelt einer Lenkradbewegung.

Wichtig ist ein Zug mit den Armen mit einer "Lenkradbewegung" in Fallrichtung, nur so wird Uke über das Bein fallen. Der Wurf ist schwierig und verlangt anfangs Schützenhilfe vom Partner.


Hiza Guruma / Knierad / HIZ

Beschreibung

Tori greift mit beiden Händen Ukes Rever. Die Technik ist besonders leicht auszuführen wenn Uke schiebt. Tori gibt dieser Bewegung nach und weicht einen Schritt zur Seite. Zum Werfen nutzt Tori die Bewegungsenergie von Uke, indem er einfach mit seinem linken Fuß Ukes Fuß in Höhe des Knies blockiert. Der Rest des Wurfes wird mit den Armen ausgeführt. Toris linke Hand zieht Uke her. Mit der rechten Hand schiebt er Uke etwas weg. Bei der Wurfbewegung muss Tori seinen Oberkörper drehen.



Sasae Tsuri Komi Ashi / Hebezug-Fußhalten / STA

Beschreibung

Uke schiebt Tori im Kreis oder auf der Linie. Durch das Schieben kann sein Gleichgewicht nach vorne gebrochen werden. Tori stellt Uke das rechte Bein in dem Weg: Beim Rückärts-Laufen setzt er den Fuß nah über den Boden, so das Uke auf seine Unterseite des Fußes läuft. Tori bleibt stehen. Uke macht noch einen weiteren Schritt mehr. Die Partner stehen in einem 90-Grad-Winkel zueinnander. Nun bestimmt Tori die Bewegung. Mit einem kontrollierten Zug zieht er Uke üben Fuß. Dieser stolpert und fällt. Für die korrekte Demonstration fällt Uke mit einer Fallübung nach vorne. Das Übliche auf den Rücken fallen ist eigentlich falsch.

Ein kräftiger Zug mit beiden Händen ist nötig. Der Zug verläuft horizontal zur Matte.

Der Ausfallschritt mit dem linken Fuß ist nötig a) damit Uke Platz hat nach vorne zu Fallen und den Fuß als Richtungsvorgabe hat b)da sonst nicht die Fußsohle an den Partner angelegt werden kann c) Der Zug mit den Armen ist einfacher, da so die Bewegung weitergeführt werden kann.

Der angesprochene Zug mit den Armen ist auch wesentlich für diesen Wurf, beim fortgeschrittenen Judoka wird ein freier Fall über das blockierende Bein erwartet, dabei kann Tori mit dem Zug am Arm sehr gut mithelfen.


Uki Goshi / Hüftschwung / UGO

Beschreibung



Uke wird nicht wie bei O-Goshi ausgehoben! Tori dreht sich so ein, dass er zu etwa 80% vor Uke steht. Er bleibt aufrecht und geht nicht in die Knie. Der Griff ist wie bei O-Goshi. Der Wurf wird nicht ausgehoben sondern mehr schwungvoll gedreht.

Toris rechtes Bein steht zwischen Ukes Beinen. Das linke Bein steht außerhalb. So hat er genügend Platz um Uke an sich vorbei zu drehen, die Hüfte ist nur minimal nötig blockiert. Geworfen wird durch Drehung des ganzen Oberkörpers. Versuche dir selber auf den Rücken zu schauen. (Ähnlich wie bei O-Goshi)


O Soto Gari

Beschreibung



O-Soto-Gari kann aus allen Bewegungen geworfen werden. Im Wettkampf sieht man ihn oft als Frustwurf, wenn sonst nichts klappt. Tori sichelt mit seinem rechten Bein das rechte Standbein Ukes von außen her weg. Um dies tun zu können ist es notwendig, dass Tori das Gewicht Ukes vorher auf das andere Bein verlagert, entweder durch einen kräftigen Zug mit den Armen, mit der Aufgabe des eigenen Gleichgewichts oder durch das Ausnutzen einer günstiges Situation im Kampf. Enger Körperkontakt ist notwendig um genügend Kraft zu haben und das Gleichgewicht zu brechen.

Fegen & Sicheln:

Beim Fegen wird ein Bein wegbewegt bevor es auf dem Boden aufgestellt wird. Beim Sicheln hingegen wird das fest auf dem Boden stehende, belastete Bein weggezogen.


O Goshi

Beschreibung



O-Goshi heißt großer Hüftwurf. Es ist meist der erste Hüftwurf, den ein Judoka lernt. Die Partner greifen zum Beispiel im Judogriff. Tori dreht sich nach rechts und greift mit der rechten Hand an Ukes Rücken oder Gürtel. Beim Eindrehen ist wichtig, dass seine Beine zwischen Ukes Beinen stehen. Um unter dessen Schwerpunkt zu gelangen muss Tori mit geradem Rücken in die Knie gehen! Dabei nicht nach vorne beugen! Das bringt nichts und ist ungesund für den Körper.

Danach wird Uke am linken Arm gegriffen und mit dem hinteren auf Toris Schulter gezogen. Tori streckt nun die Beine und wirft Tori mit einem krätigen Zug am linken Arm. Er versucht zu schauen, was hinter sich passiert. Dabei fällt Uke fast von alleine nach vorne!

Tipps für die richtige Ausführung:

1. Die besten Bewegungsformen sind Kreisbewegung und Ukke schiebt / Tori zieht 2. Tori dreht sich so ein, dass die Partner genau voreinander stehen! 3. Tori geht nicht gebeugt sondern mit geradem Rücken in die Knie 4. Tori hebt Uke durch durchstrecken der Beine aus und wirft ihn über seine Hüfte 5. Um Uke zu kontrollieren wird er bis zum Schluss fesgehalten.


O Uchi Gari

Beschreibung



Uke und Tori stehen voreinnander und schauen sich an. Tori steht leicht versetzt. Sein rechts Bein steht zwischen den Beinen von Uke. Tori sichelt nun das linke Bein von Uke mit seinem Rechten weg. Uke fällt nach hinten. Wichtig ist, dass beim Sicheln mit der rechten Hand Uke nach hinten gedrückt wird. So ist sein Gleichgewicht gebrochen. Der Wurf erfordert Armarbeit.

Fegen & Sicheln:

Beim Fegen wird ein Bein wegbewegt bevor es auf dem Boden aufgestellt wird. Beim Sicheln hingegen wird das fest auf dem Boden stehende, belastete Bein weggezogen.



Seoi Nage

Beschreibung



Geeignete Bewegungen sind Uke drückt oder Tori zieht und die Kreisbewegung. Tori dreht sich zu einem Hüftwurf ein. Die linke Hand hält Ukes linken Ärmel, während nach der Eindrehbewegung Toris rechter Arm unter Ukes rechtem Arm eingeklemmt ist. Tori geht in die Knie (wie andere Hüftwürfe z.B. O-Goshi).

Zum Werfen geht Tori aus den Knien hoch. Diesen Schwung verstärkt Tori durch einen kräftigen Zug am rechten Arm. Durch so viel Schwung sollte der Wurf weit mehr nach vorne geworfen werden als O-Goshi. In der Kata wird er über Kopf geworfen!